Die moderne Welt verändert sich rasant. Und damit auch die Regeln für ein sicheres Leben darin. In den letzten Jahren hat sich das Drogenproblem in der Region Mykolajiw deutlich verschärft, die Kriminalitätslage hat sich verschlechtert, die Zahl der Diebstähle und Verkehrsunfälle ist gestiegen, und die Migration ist merklich zurückgegangen. Diese und viele andere Probleme zwingen uns, neue Wege zu finden, um unsere eigene und die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Seit 2015 wird das neue Prinzip der „Partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Polizei und Bevölkerung“ (Community Policing) aktiv in die Arbeit der ukrainischen Polizei integriert. Diese partnerschaftliche Zusammenarbeit ist eine kontinuierliche, partnerschaftliche und proaktive Kooperation zwischen Polizei und Bevölkerung. Ziel ist es, den Bedürfnissen der Bevölkerung in einem sicheren Wohnumfeld gerecht zu werden und Probleme sowie negative Phänomene im Zusammenhang mit Straftaten frühzeitig zu erkennen, zu verhindern und zu lösen. In der Ukraine wurde eine gesetzliche Grundlage für die Entwicklung einer Strategie für die Interaktion der Polizei mit der Bevölkerung sowie für die Beteiligung der lokalen Regierungen an der Gewährleistung und Unterstützung der Strafverfolgung geschaffen. Es mangelt uns jedoch an praktischen Erfahrungen auf Gemeindeebene und am Verständnis dafür, welche Ressourcen und Instrumente eingesetzt werden müssen, damit eine solche Interaktion für alle Beteiligten ein positives Ergebnis erzielt.
Deshalb wurde mit Unterstützung des Vladyslav Neveseliy Fonds ein Projektwettbewerb mit dem Titel „Sichere Gemeinde“ organisiert, dessen Ziel es ist, die persönliche und öffentliche Sicherheit in ländlichen Siedlungen der Region Mykolajiw sowie in den Städten Wosnessensk und Juschnoukrainsk durch den Aufbau von Vertrauen und die Stärkung der Interaktion zwischen der Gemeinde und der Polizei zu verbessern.
Die Prioritäten des Wettbewerbs sind:
• Entwicklung eines guten nachbarschaftlichen Miteinanders und gemeinsamer Verantwortung für die Sicherheit im eigenen Garten/in der eigenen Straße/in der eigenen Nachbarschaft/in der eigenen Gemeinde;
• Entwicklung der Infrastruktur von Gebieten (Objekten), die den Sicherheitsanforderungen entsprechen: Installation von Videoüberwachungskameras, Gegensprechanlagen, Außenbeleuchtung, Verkehrsschildern, Einrichtung von Fußgängerüberwegen, Verbesserung der Gebiete (Landschaftsgestaltung, Einrichtung von Spielplätzen usw.)……..
• Aufbau gegenseitigen Vertrauens zwischen der Bevölkerung und der Polizei, wodurch die Praxis der Rechenschaftspflicht der Polizei gegenüber den territorialen Gemeinschaften etabliert wird;
• Steigerung des Rechtsbewusstseins und der Verantwortung der Bevölkerung in Bezug auf Fragen der Gewährleistung der persönlichen und kollektiven Sicherheit;
• Förderung des Engagements der Polizei bei der gemeindenahen Problemlösung und der Reaktionsfähigkeit der Polizei auf die Bedürfnisse der Gemeinde.
Finanzierungsbeträge
Die maximale Fördersumme, die ein Teilnehmer beantragen kann, beträgt 40.000 Hrywnja. Die bewilligte Förderung deckt bis zu 80 % der Projektkosten ab. Die verbleibenden Projektkosten (mindestens 20 % des Gesamtprojektbudgets) müssen vom Teilnehmer als Eigenanteil in bar aufgebracht werden.
Ein weiterer Vorteil bei der Bewertung von Projekten ist ein Unterstützungsschreiben der Polizeibehörde oder eines Polizeibeamten.
Implementierungszeitraum
Projekte, die eine Förderung erhalten sollen, müssen frühestens am 20. Februar 2019 beginnen und spätestens am 31. März 2019 abgeschlossen sein.
Anforderungen an die Teilnehmer eines Projektwettbewerbs
Teilnehmer, die Aktivitäten (Projekte) im Gebiet ländlicher Siedlungen der Region Mykolajiw sowie in den Städten Wosnessensk und Juschnoukrainsk planen, sind eingeladen, an diesem Förderwettbewerb teilzunehmen:
• Vereinigungen von Miteigentümern von Mehrfamilienhäusern (OSBB) und Wohnungsbau- und Baugenossenschaften (ZhBK);
• Selbstorganisationsgremien der Bevölkerung des OSN;
• Öffentliche und gemeinnützige Organisationen;
• Initiativgruppen von Anwohnern;
• Exekutivausschüsse der territorialen Gemeinderäte.
Die Frist für die Einreichung von Bewerbungen ist der 15. Februar 2019.
Antragsverfahren
Um am Wettbewerb teilzunehmen, müssen Sie ein Projekt vorbereiten und mithilfe des Antragsformulars einreichen. Die Mitarbeiter der Stiftung beraten Sie gerne und geben allgemeine Informationen zum Verfassen von Projekten. Bei Fragen erreichen Sie uns unter der Telefonnummer 0669127331.
Das Antragsformular finden Sie auf der Website der Stiftung „Gemeinschaft Wosnessensk“ (http://voznesensk-cf.org.ua) im Bereich „Wettbewerbe/Förderungen“. Elektronische Anträge werden bis zum 15. Februar um 17:00 Uhr an die E-Mail-Adresse voz-cf@ukr.net mit dem Betreff „Antrag auf Förderung für die sichere Gemeinschaft“ entgegengenommen. Die Gewinner werden von einer unabhängigen öffentlichen Wettbewerbskommission ermittelt und am 20. Februar 2019 bekanntgegeben.
Der Förderwettbewerb wird von der Voznesensk Community Foundation auf Grundlage der Ergebnisse des Projektwettbewerbs „School of Community Foundations“ im Rahmen der Finanzierungsvereinbarung zwischen der C.S. MOTTA Foundation und ISAR „Unity“ durchgeführt.